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Ausgabe 2Erscheinungstermin 16. Juli 2004
100 Seiten volle Packung.
- 7 Winde - Road Trip durch Portugal
- Mit dem Gleitschirm durch die Anden
- Paragliding Grand Prix in Interlaken
- 323 km mit dem Gleitschirm von der Schweiz nach Österreich
- Streckenflug um den Chiemsee - Start in den Alpen
- Fluggebiet Kandel bei Freiburg
- Meteo: Gewitter
- SRA V: Aktueller Stand der Dinge
- Gemeinsam Kurbeln mit Segelfliegern
- Drachen: Vergleichstest Spyder vs Rebull
- Drachenszene: Florida, BaWü
- Flug mit dem Atos VX
- Meldungen und Produkte: Airwave RamRace
- Best of Austrocontrol - finest select
- Sicherheitstraining am Achensee
Und natürlich gibt es da noch einiges mehr, wir wollen ja nicht alles verraten. |
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Sieben Winde: Ein Road Trip durch Portugal

Ein frühsommerlicher Kälteeinbruch ereilte das Land. Starke Winde trieben Pollen und Blüten wie Schneeflocken über die Sierra Estrella und die Temperaturen sanken. Ein morgendlicher Mantel aus Frost umhüllte die Pflanzen und zerstörte die Kartoffelernte. Es wurde Zeit weiterzureisen. Dorthin, wo der Wind uns Nutzen bringen könnte, also drückten wir das Pedal durch. Eine sieben Kilo schwere Schinkenkeule begleitete uns von nun an und dient noch immer als Andenken - wenn auch als vergängliches - an den Frühling in der Sierra.
Wir erreichten die Atlantikküste Portugals. Menschenleere, kilometerweite Strände entlang malerischer Buchten, in denen sich eine milde Seebrise aufstaut, lassen die Seele baumeln. Zwar ändert der Wind auch hier Stärke und Richtung von einem Frühlingstag zum nächsten, doch besteht fast täglich die Chance auf ein paar Stunden vorzüglicher Airtime. Hier muss man den Dingen entspannt entgegensehen und einfach auf die feinsten Bedingungen warten. So ließen wir es uns in einer Bucht nördlich von Nazare gut gehen, bis der erhoffte Wind einsetzte. Steht er dann gemäßigt an, ist es Zeit, den Gleitschirm rascheln zu lassen, um die letzten Winkel der Bucht zu erforschen. Dann ist alles Vorstellbare möglich und der Spieltrieb sprengt Grenzen. Manche Winkel bieten ein kleines, laminares Aufwindband, um in Wingovern mit dem Körper bis auf Zentimeter über den Fels zu pfeifen. Andernorts pumpst du den Flügel hinunter, um an der Kante einer Klippe zu stehen, Blick auf den Atlantik, den Wind im Haar und dein Gleiter wie eine Bank über dir. Hüfthohes Gestrüpp überwindest du in einer Kombination aus Schweben, Springen und Stapfen, um danach über dasMeer zu gleiten und für einen sauberen Gegendreher Schwung zu holen. Frischt der Wind dann auf, und es kann hier schon kräftig kacheln, wechseln wir das Fluggerät. Wie im Fahrstuhl beamt es dich mit dem Drachen auf der Stelle in die Höhe. Gleich einem Falken lässt sich dann hoch über der Klippe im Starkwind erst mal souverän die Lage checken. Mit gespannter VG ist es kein Problem, im Tiefflug von Bucht zu Bucht zu heizen. Die Buchten sind von schroffen, felsigen Ausläufern voneinander getrennt. Dort steht der Wind oftmals noch frontaler an, und es ist eine Freude, zusammen mit den Möven über der Brandung das Energiepotenzial des Flügels auszuloten.
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Mit dem Gleitschirm auf den Spuren der Inka

Bereits als Kind hat mich die Kultur der Inka fasziniert. Mein Traum war es, ihren Spuren zu folgen. Als ich dann mit dem Gleitschirmfliegen begann, eröffnete sich mir eine ganz neue Perspektive: Ich wollte dem Verlauf der uralten Inkastraßen mit dem Gleitschirm folgen. Allerdings ist mein Plan nicht aufgegangen. Ich konnte nur an einigen Orten die Inkastraßen entlangfliegen. Dazwischen lagen anstrengende Wanderungen, lange Busfahrten und zahlreiche Bergbesteigungen, die mit Absteigen anstatt Abfliegen endeten. Aber meine Reise hat mich an Orte geführt, an die sich sonst nie ein Tourist verirrt, ich bin Menschen begegnet, deren Gastfreundschaft mich begeistert hat, und ich habe auf abgelegene Gebiete aus der Vogelperspektive hinuntergeblickt.
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Königlicher Flug ums Bayerische Meer

Chiemseerunde die Dritte
10.05.04, Feierabendbier bei meinem Teamkollegen Meister Bocks: "Hans, versau Dir nicht die guten Tage mit depperten Chiemseerundflugversuchen", belehrt er mich.
Der Wetterbericht sagt für die Alpen Überentwicklungen an, und da ich wettertechnisch ein viel größerer Schisser als Boxi bin, beschließe ich, entgegen seinem Rat am nächsten Tag zum dritten Mal in diesem Jahr auf Chiemseerundkurs zu gehen.
11.05.04, 06:40 Uhr: Grauenhaftes Weckerpiepsen - "Oh, nein, ich brauche Schlaf, die Fliegerei artet echt in Stress aus!" Schnell eine Flasche Wasser hergerichtet, Ausrüstung ins Auto und Abfahrt zur Hochplatte.
Eine Stunde später fangen die ersten Wolken aufgrund der Restfeuchte schon an zu quellen. Am Parkplatz schiebe ich mir schnell noch eine Semmel rein und stelle fest, dass ca. 20 km/h Westwind die Wolken vor sich hertreiben. Während ich auf den Berg gehe, denke ich so vor mich hin: "Was mach ich hier eigentlich? Mein Startplatz an der Hochplatte ist Südost, der Schirm nagelneu, hurra! Hoffentlich greift der Wind nicht bis hinunter zum Startplatz auf 1100 Metern durch."
Oben angekommen konzentriere ich mich auf das Fliegen.
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METEO: Gewitter

An Schönwettertagen nach Tourismusnorm 08, verschwinden die kleinen zarten Kumuluswolken zum Abend hin vollständig und ermöglichen die ungestörte Sicht auf einen klaren Sternenhimmel. Tatsächlich dauern lokale Wärmegewitter häufig bis in die Nachtstunden an. Wer an so einem Tag (Frühsommer, schwacher Hochdruckeinfluss bei flacher Druckverteilung) einen gemütlichen Abendflug von einem Berg machen will, hat schlecht gepokert. Jetzt geht es eher darum, akut einen blitzgeschützten Ort aufzusuchen, und später, nach Ende der Blitzentladungen, mit dem geschulterten Schirm wieder in Richtung Tal aufzubrechen.
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Vergleichstest: Rebull - Spyder

Das Leistungspotential der turmlosen Flexiblen und Starrflügler ist beeindruckend. Strecken, die vor wenigen Jahren als unmöglich galten, sind fast schon an der Tagesordnung.
Trotzdem geht die Zahl der aktiven Piloten weltweit zurück. Wer nicht regelmäßig in die Luft kommt, ist mit einem High-Performance-Gerät oft überfordert und verliert den Spaß an der Sache. Dazu kommt, dass die Hochleister immer schwerer und nicht zuletzt auch teurer werden. Piloten, die sich das nicht antun wollen, mussten sich bis vor kurzem mit Turmhochleistern oder Intermediates, die bereits mehrere Jahre unverändert am Markt sind, zufrieden geben.
Für die Bedürfnisse dieser nicht gerade kleine Gruppe von Piloten versuchen in letzter Zeit mehrere Hersteller, dem Vernehmen nach ziemlich erfolgreich, Neukonstruktionen mit Turm an den Mann zu bringen.
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Paragliding Grand Prix in Interlaken

Die Bezeichnung Paragliding Grand Prix kommt nicht von ungefähr, in vielerlei Hinsicht ist der Wettbewerb an die Formel 1 angelehnt. So wird zum Beispiel wie bei Schumacher und Ko im Massenstart mit Pole Position gestartet. Auch die Punkteverteilung ist übersichtlich: Wer als erster über die Linie fliegt, bekommt 20 Punkte, der Zweite nur noch 14 und so weiter. Vier Arten von Rennen gab es beim Grand Prix in Interlaken: Sprint, Race, Staffel und am Ende ein Finale. Gestartet wird in drei Klassen: DHV 1-2, DHV 2-3 und offener Klasse.
Sprint:
Flug um eine Boje zum Landeplatz; gleichzeitiger Start, der Erste im Ziel hat gewonnen
Race:
Kleiner Streckenflug im Talkessel; gleichzeitiger Start, der Erste im Ziel hat gewonnen
Staffel:
Alle drei Geräteklassen fliegen einen Sprint, die Zeiten werden addiert und ergeben eine Teamwertung.
Finale (Relay Race):
In jeder Klasse wird ein Finale ausgetragen. Die Piloten fliegen dabei ein Race, starten aber mit Zeitverzögerung. Diese ergibt sich aus dem Teamergebnis im Staffelrennen. Wer das Finale gewinnt, hat auch den jeweiligen Grand Prix gewonnen.
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Sicherheitstraining am Achensee

Tag Eins: Vertrauen fassen
Zurück zum Beginn. "Ich möchte, dass Ihr an Eure Grenzen kommt und diese überschreitet". Die Stimme von Eki, Leiter der Flugschule Achensee, strahlt eine fast schon meditative Ruhe aus. Wir sitzen zu zwölft im Besprechungsraum, alle ein wenig schüchtern und konzentriert, auf sich bezogen. Die Stimmung ist gespannt. Eine Liste geht rum, in der man ankreuzen kann, welche Flugfiguren man gerne fliegen möchte. Wenn schon, denn schon, denke ich mir, und kreuze munter Steilspirale, Fullstall, einseitigen Strömungsabriss und Rettungsgerätewurf an. Jemand schaut mir über die Schulter und weißt mich darauf hin, dass der See jetzt Anfang Mai gerade mal acht Grad kalt ist. Vielleicht besser noch den Rettungswurf ausstreichen, aber meine Liste ist bereits wieder bei Eki. Das hier sei doch ein bisschen wie vor Weihnachten, wenn man den Wunschzettel schreibt, scherzt er. Ich wünsche mir einen Fullstall, viele beschleunigte Klapper, aber: Will ich das wirklich? Den anderen scheint es ähnlich zu gehen, kaum sind die Zettel ausgefüllt, ist aller Mut verflogen und man hadert mit seinem vorschnellen Ankreuzen.
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Drachenszene

Aktuelle News und Termine rund ums Drachenfliegen.
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