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Mauritius Guide


 

 

 Ausgabe 4

schon wieder 100 Seiten? Logisch:

- Ölüdeniz: Völlig ausgestorben
- Reisegedanken eines Storchs
- Mittelmeer: Fliegen in Kalavrita
- Drachenszene: UL-Schlepp
- Nachruf Schorsch Steffl

- WINTER SESSION:

Lohnende Fluggebiete mit allen Infos für Anreise, Schwierigkeit, Startbeschreibung, Gefahren, bei welchen Bedingungen fliegbar, Landeplatzbeschreibung, Kosten, Besonderheiten, Alternativen, Wetterinfos und Ansprechnpartner vor Ort

- Lawinenkunde mit Sepp Schwitzer
- Service: Tandemfliegen, Regelungen in D, CH, AUT
- Anfänger: Klapper
- Portrait: Bearnie Bechter und Chrigel Maurer
- XC: Versehentlich weit in Brasilien
- DVD Besprechung: Take OFf und Outdoortrophy

und vieles mehr...

Ölüdeniz
Laminarer Seewind, ein riesiger Strand zum Landen und fast 2000 Meter Höhendifferenz – zu Recht ist Ölüdeniz mit seinem Flugberg, dem Baba Dag, eines der beliebtesten Reiseziele vieler Piloten aus Mitteleuropa. In der Region ist der Flugsport seit vielen Jahren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.








Das wird jedem klar, der einmal an der Uferzeile entlangflaniert: Bude neben Bude stehen die Tandem-Paragliding-Unternehmen, den Schirm kann man sich für ein Trinkgeld packen lassen und für die Fahrt auf den Berg steht eine Flotte von Trucks verschiedener Fuhrunternehmen bereit.



















Außerhalb der Hauptsaison aber haben wir ein anderes Ölüdeniz besucht.








Winterfluggebiete
Der Winter steht bevor, wo viele meinen, wir hätten nicht mal einen richtigen Sommer gehabt. Jetzt aber bloß keine Panik! Uns bleiben immerhin zwei Möglichkeiten: Die erste lautet Auswandern. Aber seien wir doch mal ehrlich: Jahrelang schon ärgern wir uns über Nieselregen und Schneematsch, aber ausgewandert sind wir deshalb nicht. Also bleibt letztlich doch nur die zweite Möglichkeit: Den Winter akzeptieren, und überhaupt: Es besteht kein Grund für falsche Trübsal. Denn es gibt fantastische Möglichkeiten, im Winter im Alpenraum fliegen zu gehen, vor allem in südlich ausgerichteten Fluggebieten, wo schon im Januar und Februar wieder kleine Thermikflüge machbar sind.

Wir stellen zehn Fluggebiete vor, wo sich das hermetische Warmeinpacken vor dem Start besonders lohnt.














Klapper

Nach einem Klapper angemessen auf das Verhalten der Kappe zu reagieren, weder starr vor Schreck noch hektisch und kopflos zu sein, das ist keine Kunst, sondern lediglich eine Frage der Übung. Allerdings eine Frage von viel Übung. Im Rahmen eines Sicherheitstrainings lässt sich die richtige Pilotenreaktion bei Klappern erlernen. Es kann aber auch hilfreich sein, den gesamten Ablauf in Gedanken durchzuspielen, sich das zu erwartende Verhalten des Schirms, das daraus resultierende Körpergefühl und die eigene - richtige -
Reaktion vorzustellen. Denn im Falle eines Klappers ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und die Übersicht zu behalten, um zielgerichtet und falls notwendig auch beherzt einzugreifen.



Drachenszene
Als Einsteiger einen geeigneten Drachen auszuwählen, ist schon nicht ganz einfach. Worauf aber muss man achten, wenn man nicht nur beim Fussstart, sondern auch im UL-Schlepp problemlos mit dem Gerät klarkommen möchte? Ein Leser bat uns um Informationen zu dieser Thematik. Wir haben einen Profi, Andreas Ernst Becker von der Flugschule Drachenfliegenlernen, gefragt.







Fluggebiet
Viele Piloten konnten nur ihren Kopf schütteln, als im Frühjahr bekannt wurde, dass die Europameisterschaft im Gleitschirmfliegen nicht stattfinden könne wie geplant. Die NATO hatte aus Sicherheitsgründen ein Flugverbot verhängt, um die Olympischen Spiele vor Anschlägen zu schützen. Die Stadt Kalavrita, der Austragungsort der EM, liegt immerhin zweieinhalb Autostunden entfernt von Athen, dazu war die Frage, ob ein Gleitschirmpilot denn wirklich ein Gefährdungspotential darstellen könne, scheinbar auch nicht weiter bedacht worden. Trotzdem, und auch obwohl der Gleitschirmwettbewerb bereits vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele stattfinden sollte, war nichts zu machen. Also wurde die EM verschoben, Anfang Oktober empfing Kalavrita die Piloten.













Portrait: Bearnie Bechter
Er sitzt bereits im Café. An einem Tisch in der Ecke trinkt er seinen Cappuccino, vor Fenstern, die vom Boden bis zur Decke reichen. Dahinter liegen friedlich unter einer Wolkenmütze die Berge seiner Vorarlberger Heimat. Er kennt sie wie seine Westentasche, denn hier hat er sich auf seine Touren vorbereitet. Der Tisch sieht aus wie ein Arbeitsplatz: Laptop, Zeitungsausschnitte, Dias und Bilderalben türmen sich darauf. Der Mann, der zu dieser Szene gehört, heißt Bernhard Bechter.






Streckenflug: Versehentlich weit in Brasilien
Christian Metz hatte ich vor vier Jahren kennengelernt. Es folgten einige Treffen in Bassano und an seinem Hausberg, dem Kandel bei Freiburg. Die Fliegerei mit ihm zusammen machte Spaß, wir flogen stressfrei und ohne Messer zwischen den Zähnen. Ich genoss es, mit einem ganz normalen Piloten unterwegs zu sein, der wie die allermeisten Gleitschirmflieger um der Freude am Fliegen willen fliegt.
Es paßt ins Bild, dass Christian schon seinen zweiten Octane pilotiert. Er mag den Schirm und schert sich wenig darum, dass längst der Nachfolger auf dem Markt ist.
Im September schickte mir dann einer seiner Freunde eine Mail, ich solle doch mal in den Online Contest schauen. Da steht unter den besten Flügen des Jahres auf Platz 19 tatsächlich der Christian. Und vor allem stehen da 281 Kilometer, geflogen in Quixadá im Nordosten Brasiliens. Zweihunderteinundachtzig! Ich kann das kaum glauben und fange gleich an zu telefonieren. Die Nachricht verbreitet sich schnell, sie ist eine echte Sensation. Und hier ist die Story eines Fliegers wie Du und ich, der einfach mal richtig weit geflogen ist.





Schlechtflieger MAGAZIN - Schön dass es noch so etwas gutes gibt

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